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Die aktuelle Krise trifft gerade Senioren sehr stark. Zum einen müssen sie als Risikogruppe besonders geschützt werden, zum anderen ist Kontakt zu Mitmenschen für sie ein ganz besonders hohes Gut. Wir haben ein paar Ideen für euch zusammengestellt, die den Umgang mit der schwierigen Situation etwas leichter machen.

Ideen, die man der eigenen Situation anpassen kann

Uns ist klar, dass nicht jede Idee in jeder Einrichtung funktioniert. Mit etwas Fantasie kann man sie vielleicht so abwandeln, dass trotz massiver

Einschränkungen ein neues Miteinander entstehen kann:

DER KORRIDOR-TREFF

Dieses Beispiel haben wir aus dem Sunnyside Care Centre in Minnesota / USA. Oft liegen die Zimmer der Bewohner nebeneinander, bieten aber genug Sicherheitsabstand.

Die Bewohner setzen sich direkt in den Rahmen der offenen Zimmertür, etwas nach vorne gerückt und mit dem Gesicht Richtung Korridor. So können sie wunderbar miteinander kommunizieren und vermeiden dabei den direkten Kontakt. Als Sicherheitsbarriere dient ein kleiner Beistelltisch.

Je nach baulichen Gegebenheiten können sich so kleinere oder größere Gruppen auf dem Korridor sehen und miteinander sprechen. Auf dem Beistelltisch könnten zudem verschiedene Aktivitäten gemeinsam ausgeführt werden:

• Einnehmen der Mahlzeiten

• Gesellschaftsspiele wie z.B. Bingo oder ein Wissensquiz

• Teilen von Erinnerungen, mit Hilfe von Erinnerungskarten

• Musik oder Hörbücher hören

Zudem ist es im Korridor oder einem ähnlichen Platz für das Personal einfacher,

mehrere Bewohner bei gewahrtem Sicherheitsabstand gleichzeitig anzusprechen.

DAS FENSTERSCHEIBEN-SPIEL

Dieses Beispiel haben wir auf einem unserer Social-Media-Kanäle entdeckt. Es zeigt, wie Großvater und Enkel auf einer Fensterscheibe „TIC TAC TOE“ spielen. Beide sind durch die Scheibe getrennt, so dass kein direkter Kontakt entstehen kann. Das Spielfeld wurde einfach mit einem Klebeband auf die Scheibe gebracht, X und 0 werden mit abwischbaren Markern gemalt. Mit etwas Kreativität, z.B. Antwortkarten, die man hochhält, funktioniert die Scheibe als Spielfeld für verschiedene Spiele:

• TIC TAC TOE

• Montagsmaler

• Stadt Land Fluss

Dass es dabei spiegelverkehrt zugeht, steigert den gemeinsamen Spaß sogar noch.

IDEEN, MIT DENEN SICH ALTE TRADITIONEN WECKEN LASSEN

Wenn, wie zurzeit, ein klassischer Besuch nicht möglich ist, könnte die traditionelle

Kommunikation wieder stärker belebt werden. Gerade bei Senioren bietet sich die gute

alte Post an.

NEUE BRIEFFREUNDSCHAFTEN

Unser Beispiel ist vom Seniorenheim „Pinesong Village“ Auckland / Neuseeland.

Dort haben sie das Programm „Brieffreundschaft“ gestartet und suchen andere

Seniorenheime, die daran teilnehmen. Sie hoffen, dass dadurch neue Freundschaften

via Brief oder Postkarte entstehen. Wir finden diese Idee gut und möchten sie teilen.

Hauspost

Auch mit anderen Mitbewohnern oder Angehörigen könnte der gemeinsame Austausch auf

klassischem Weg neu belebt werden. Richtet zum Beispiel das Programm „Hauspost“ ein. Hier

kann jeder jedem etwas zusenden und bleibt so mit anderen in Kontakt – das funktioniert innerhalb

und auch mit Angehörigen außerhalb des Seniorenheimes. Ein netter Gruß, ein kleines

Bild oder etwas Gebasteltes freut alle.

Das Personal muss die Sendung nur entgegennehmen und an den Empfänger weiterleiten.

Zum Beispiel ins Nachbarzimmer oder an einen Angehörigen vor dem Seniorenheim.

Stellt euren Bewohnern einfach entsprechende Materialien zur Verfügung

Rätsel- und Malheft

Rätsel- und Malheft

Wir haben hier einige Vorlagen zusammengestellt

Zum Download
Postkarten

Postkarten

Hier findet ihr ein paar Postkarten als Download:

Zum Download

IDEEN, DIE MIT HILFE NEUER MEDIEN FUNKTIONIEREN

Uns ist bewusst, dass neue Medien wie Handys oder Computer bei Senioren noch lange nicht

selbstverständlich sind. Aber vielleicht liegt hier doch die eine oder andere Chance neue Wege

zu gehen.

Ein Computer und eine Plattform für alle

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, euren Bewohnern abwechselnd ein altes Laptop, Tablett oder Handy zur Verfügung zu stellen. Oder fragt Angehörige, ob sie nicht eines entbehren können. Je größer der Bildschirm umso besser.

Installiert darauf ein Kommunikationsprogramm wie Skype oder Zoom. Richtet eine allgemeine Adresse ein, zum Beispiel die eures Seniorenheimes. So könnte jeder Bewohner zu bestimmten Zeiten mit seinen Angehörigen – via Live-Schaltung – in Kontakt treten.

Mit ein wenig Unterstützung des Personals und einer simplen Online-Einladung geht es ohne große Schwierigkeiten. Wir haben euch ein paar Links zusammengestellt, die euch beim Einrichten helfen:

Ein aktueller Vergleich von Marktcheck:

https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/videotelefonie-skype-whatsapp-facetime-google-duo-100.html

Skype einfach einrichten:

https://www.skype.com/de/

https://www.grosseltern.de/gratis-telefonieren-skype-installieren-und-einrichten-leicht-gemacht/

https://www.senioren-leben.com/skype-fuer-senioren/

Zoom einfach einrichten:

https://zoom.us/de-de/freesignup.html

Und wenn ihr oder andere Unterstützer mehrere Tabletts organisieren könntet, wäre sogar ein Chat oder ein Online-Spiel zwischen mehreren Bewohnern möglich.